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Wie Ildefonso zu seinem Namen kam. Und mehr.

Die Geschichte von Ildefonso ist nicht nur eine süße, sondern auch eine interessante. Sie begann gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1880 entwickelte ein Konfektmeister von Victor Schmidt die feine Rezeptur des beliebten Schicht-Nougatwürfels. Ob er schon von Anfang an aus sieben Schichten hellem und dunklem Nougat mit einer zarten Schokoladeabdeckung an der Ober- und Unterseite bestand, ist nicht gewiss. Er sollte aber bald in dieser Form hergestellt werden. Daher suchte man einen passenden Namen für diesen köstlichen Nougatwürfel.

Zu dieser Zeit gab man Süßwaren gerne Vornamen ...

Theodor Schmidt senior kehrte damals gerade von einer Spanienreise zurück und erzählte bei der Schilderung seiner Reiseerlebnisse, dass einer der nachhaltigsten Eindrücke die Kirche in Toledo gewesen sei, die dem heilig gesprochenen Bischof Ildefonso gewidmet war. Der Name fiel auf er klang romantisch und gefiel.
Auch wenn der Name weniger geschichtsumwoben gewesen wäre, die vorzügliche Qualität des Nougatwürfels machte ihn allseits beliebt. Seine sieben Schichten hellen und dunklen Nougats öffneten Ildefonso Tür und Tor zur feinen Wiener Gesellschaft, und das bereits in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts.


„Persönlich“ schmeckt am längsten

Nicht nur die Namensfindung war eine sehr persönliche Angelegenheit, auch die Herstellung erfolgte ursprünglich rein händisch. Geschnitten wurde der Würfel mit einem feinen Draht und das Stanniolieren besorgten fleißige Frauenhände.
Sowohl an der Stanniolierung als auch an der Verpackung wurde in den ersten Jahren nur wenig geändert. Mitte der Dreißigerjahre gab es erstmals eine Stannioliermaschine, ansonsten aber blieb die Erzeugung die gleiche.

Moderne Erzeugung, traditioneller Geschmack

Erst 1973 wurde die erste moderne Erzeugungsstraße in der Simmeringer Fabrik installiert. Diese ermöglichte es, den Ildefonso-Nougatwürfel vom Rohstoff bis zum fertig verpackten Karton weitestgehend automatisch zu produzieren.
Das Wichtigste aber war, dass die bewährte Qualität auch mit modernen Produktionsmethoden beibehalten werden konnte.

„Don Alonso – Ildefonso“

Sie haben es bestimmt auch noch im Ohr. Um 1970 wurde mit Don Alonso eine der bekanntesten Werbefiguren Österreichs ins Leben gerufen. Der Werbefeldzug des köstlichen Nougatwürfels begann und die Nachfrage stieg dementsprechend an.
So wurde Ildefonso zum meistverkauften Produkt der Firma Victor Schmidt & Söhne. Auch heute noch ist der Spruch Don Alonso Ildefonso den Leuten aller Altersstufen ein Begriff.
Neue Eigentümer

Mit 1. Jänner 2000 wurde die Firma Victor Schmidt & Söhne schließlich von der Manner AG erworben.
Aus dem erfolgreichen Victor-Schmidt-Sortiment sind bis heute die Produkte Ildefonso und die
Victor Schmidt Austria Mozartkugeln geblieben. Ildefonso zählt auch heute noch zu den beliebten Klassikern im Manner-Sortiment.