





Der geschäftliche Aufstieg Victor Schmidts in Wien verlief sehr rasant – der Gründer war voller Tatendrang. Im Jahr 1864 geriet die junge Firma aber in größte finanzielle Schwierigkeiten und Victor Schmidt konnte seine Firma nur knapp vor dem drohenden Konkurs retten. Der wirkliche Aufstieg der Firma erfolgte in den folgenden Jahren und machte sie bald international bekannt.
Am 12. November 1872 trat der älteste Sohn Victor Ladislaus in das Geschäft ein und der 1863 protokollierte Firmenname Victor Schmidt wurde in Victor Schmidt & Sohn geändert. 1884 zog sich der Gründer aus der aktiven Firmenleitung zurück und überließ sie seinen Söhnen. Zwischen 1880 und 1905 arbeiteten in der Fabrik in Wieden in den Sommermonaten 800 bis 1000 Personen.
Das damalige Produktsortiment erstreckte sich von Schokoladen-Tafelware, Pfefferminzbonbons über Kletzenbrot bis hin zu Feigenkaffee, diversen Marmeladen und Teigwaren.
Die unmittelbaren Kriegsschäden waren zwar gering, dennoch musste die Produktion zwischen 1944 und 1946 aus Rohstoffmangel eingestellt werden. Im Jahr 1947 gab es die ersten offiziellen Zuteilungen an Zucker, Mehl und Fett, und so konnten wieder Kekse und bis 1948 auch Senf von Victor Schmidt – zunächst gegen Rationierungsmarken – gekauft werden.