Vom Wirtschaftswunder ins Designzeitalter
Leider konnte der Firmengründer nicht mehr miterleben, wie das Unternehmen Manner nach dem zaghaften Neubeginn in den späten 40er-Jahren im Laufe der folgenden Wirtschaftswunderjahre sehr schnell und international erfolgreich am Aufschwung teilhatte. Viele altbewährte und bis heute weithin populäre Artikel des Hauses Manner wurden in dieser Zeit sensibel modernisiert, sprich: den zunehmend steigenden Erfordernissen hinsichtlich Produkt-Haltbarkeit angepasst.

Aromasichere Aluminiumverpackung 1960
1960 gelang dem Haus Manner schließlich der weithin akklamierte Absprung ins Technologie-Zeitalter. Entscheidend dafür war eine Innovation, die in der Geschichte des Industrial Designs bis heute als maßgeblich gilt: Es handelt sich um die aromasichere Verpackung der Manner-Schnitten in dichter Doppel-Aluminiumfolie mit dem typischen roten Aufreißfaden.
Die neuartige Verpackung verschaffte der guten alten Neapolitaner Schnitte mit einem Mal Weltgeltung: Die neue Manner-Schnitte war geboren. Sie garantierte nicht nur eine längere Haltbarkeit, sondern auch ein leichtes Öffnen der Packung und zählt seither zu den österreichischen „Designklassikern“.
Mit der neuen Verpackung wurde die Manner-Schnitte im Tempo des Jet-Zeitalters zum erfolgreichsten und größten Artikel im gesamten Sortiment. Bereits 1964 konnte das Haus Manner dank dieses Mega-Sellers einen neuen Meilenstein setzen: Erstmals seit 1914 – also fünfzig Jahre nach dem besten Geschäftsjahr seiner Unternehmensgeschichte – wurde der zu Ende der Donaumonarchie erreichte Rekordumsatz überschritten.

Plakat Manner ... so gut - 1959

Werbung 1960

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Manner war wieder ganz vorn
Zweifellos ein guter Zeitpunkt, um sich nach potenten Partnern umzusehen, die diesen Erfolg nicht nur sichern, sondern auch weiter ausbauen helfen konnten. Bereits 1970 erfolgte der Zusammenschluss mit dem in Besitz der Familie Andres befindlichen zweitgrößten österreichischen Süßwarenunternehmen, der Firma Napoli, Ragendorfer & Co. Durch den damit verbundenen Zuwachs um die Marken Casali und Napoli konnte Manner sein Sortiment schlagartig um etliche unter Naschkatzen besonders populäre „süße Träume“ erweitern – wie etwa die Casali Schoko-Bananen und Napoli Dragee Keksi.
1996 wurde die Firma Walde Candita in Wolkersdorf/NÖ von Manner übernommen. Und am 1. 1. 2000 feierte schließlich auch die renommierte Firma Victor Schmidt & Söhne GmbH mit den Kult-Marken „Ildefonso“, „Heller“ und „Victor Schmidt Austria Mozartkugeln“ ihren Einstand in der mittlerweile zu einer süßen Großmacht unter den „Global Players“ aufgestiegenen Manner-Großfamilie.